Tür #5 - eltern

December 5, 2019

 

 

Fortsetzung von Teil 3:

 

...

 

Wie war ihre Erfahrung, sich mit den gestrigen Fragen durch den Tag zu bewegen?

 

Möglicherweise etwas unbequem? Mitten in der Weihnachtszeit das Thema Süßigkeiten - und dann noch Diabetes? Die spinnen wohl bei Von Innen Heilen...

 

Wenn Sie heute noch die Türe geöffnet haben und weiter Teil des Adventskalenders sind, sind Sie offenbar wie wir auch nicht länger bereit, das Leben, wie es ist, einfach so hinzunehmen.

 

Um aufzudecken, was eine ganze Gesellschaft (Menschheit?) übersieht, braucht es Zeit und die Bereitschaft, es wirklich wissen zu wollen. Da wir so lange geschult wurden, wegzuschauen, und Generationen über Generationen von Blindheit in unseren Zellen hängen, braucht der Geist zunächst unangenehmerweise Wiederholung.

 

Wir sind es gewohnt, Texte zu überfliegen, schnell zu lesen, um noch Zeit für das nächste zu haben, um möglichst schnell das Wissen zu konsumieren, möglichst schnell unser Erkenntnis-Köfferchen zu packen.

 

Bei unserem Vorhaben ist das nicht möglich.

 

Es wäre wie wenn man Unkraut schnell und oberflächlich auszupft und es fix schön aussieht, aber weil alle Wurzeln noch im Boden sind, sprießt es schon am nächsten Tag wieder. Nach wenigen Tagen sieht es aus, als wäre man gar nicht tätig gewesen.

 

Deshalb werden Sie heute weitere Fragen finden. Gehen Sie noch einen Tag lang mit Fragen zum Thema Liebe. Wiederholen Sie diese Fragen Tag für Tag, bis es in ihnen brennt: WAS ÜBERSEHEN UNSERE WISSENSCHAFTLER? WAS ÜBERSEHEN WIR ALLE? Wenn trotz Fortschritt, Technik, Industrie, Postmoderne die Qualität unseres Menschseins abnimmt, immer neue und kompliziertere Krankheiten entstehen, die nur ganze Spezialisten-Teams managen können? Ja - nur managen - nicht einmal heilen!

 

Erlauben Sie hierzu einen Exkurs über die Liebe. Denn ohne die Liebe – kein eltern.

 

Wiederholen wir einige ehrliche Fragen:

Warum geht es unseren Kindern im modernen Zeitalter des beginnenden 21. Jahrhunderts nicht besser, sondern den Statistiken nach sogar schlechter als noch vor wenigen Jahrzehnten?

Warum sind heute mehr Kinder denn je auf Medikation angewiesen?

Warum sind Psychotherapie-Praxen überfüllt, mit monatelangen Wartezeiten?

Warum wird unsere Gesellschaft zum wiederholten Male rechts-extremer in ihrer politischen Gesinnung?

 

Sind unsere Kinder damals wie heute einem lieblosen Erziehungs-System ausgesetzt?

Ist das oben beschriebene Set von Emotionen keine Liebe?

Ist Disney’s Interpretation von Liebe nicht das, worum es bei Liebe geht?

Rennen wir in Wahrheit Interpretationen von Liebe und Idealen hinterher, die nichts mit Liebe zu tun haben?

 

Was wäre, wenn Liebe gar nichts mit Emotionen zu tun hat?

Was wäre, wenn Liebe nichts mit „ich hab dich lieb“ zu tun hat?

Was wäre, wenn unser Herz-Küßchen-Emoticon nichts mit Liebe zu tun hat?

Was wäre, wenn Liebe nichts mit, „ich tu dir einen Gefallen“ zu tun hat?

Antwort:

Wir wären als Gesellschaft in einer sehr, sehr verlorenen Situation, denn das bedeutete, dass wir keine wahre Liebe leben, dies aber nicht zugeben.

Der sogenannte blinde Fleck. Es befindet sich ein schwarzer Punkt im Sichtfeld, den unser Gehirn nicht registriert. Aber anstatt uns Information darüber zu geben, dass eine Fläche im Sichtfeld fehlt, interpretiert das Gehirn über dem schwarzen Punkt eine Fläche, die suggeriert, es fehle nichts.

 

Stellen Sie sich jemanden vor, der – nehmen wir an – ein äußerst liebloses Leben führt und dabei felsenfest davon überzeugt ist, er hätte Liebe in seinem Leben. Seine Interpretation von Liebe ist: Alle Menschen müssen vom Christentum überzeugt und getauft werden. Und weil er viele Menschen vom Christentum überzeugt und tauft und die nicht Willigen ermordet, ist – nach dieser Definition – sein Leben liebevoll. Ende der Diskussion.

 

Was könnte diesem Menschen die Augen darüber öffnen, dass er in Wahrheit ein liebloses Leben führt?

 

Was wäre, wenn ich selbst der Mensch oben im Beispiel wäre, wenn ich selbst glaubte, Liebe in meinem Leben zu kennen, und ein Leben lebte in der felsenfesten Überzeugung, selbstfürsorglich und liebevoll zu sein, es aber nicht bin?

 

Die Geschichte der Menschheit lehrt uns: nicht einmal unsere uralten STOP-Schilder Krankheit, Krieg und Leiden können diesem Menschen die Augen öffnen, denn solange er überzeugt ist, Liebe zu leben, wird er nicht beginnen, nach Liebe zu suchen.

 

An dieser Stelle hilft nur die Bereitschaft zu tiefer Ehrlichkeit.

 

Die arrogante Haltung der darwinistisch geprägten Wissenschaft, die überzeugt ist, die Menschheit entwickele sich fortschrittlich weiter, hat entscheidenden Anteil daran, wo wir als Menschheit heute stehen.

Wir haben heute ehrlich betrachtet Krankheit, Krieg und 'moderne' Sklaverei (Sex-Trafficking) weniger im Griff als zuvor.

Sind Sie bereit, in Frage zu stellen, was unsere gängige Interpretation von emotionaler, idealisierter Liebe ist?

 

Liebe ist nicht in der Lage, auch nur eine einzige Entscheidung zu treffen, die sich gegen den eigenen Körper richtet, geschweige denn gegen den Körper eines anderen. Liebe ist unsere innerste Natur. Lebe ich sie?

Beginnt 'gegen den eigenen Körper' beim Besäufnis oder schon bei einem halben Glas Wein oder schon beim zu spät ins Bett gehen oder schon bei einem kritischen Gedanken über mich selbst?

 

...Fortsetzung folgt!

 

 

 

 

 

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