Tür #3 - eltern

December 3, 2019

 

 

Fortsetzung von Teil 1:

 

...

 

Wenn eltern bedeutet, Kinder in dem zu bewahren, wer sie wirklich sind, stellt sich eine grundlegende Frage:
Wer sind unsere Kinder denn wirklich?

 

Wissen Sie, wer ihr Kind ist, ...wirklich ist?

Wissen Sie, wer Sie als Kind waren, ...wirklich waren?

 

Diese Verantwortung betrifft uns alle.

Wir alle begegnen Kindern, sei es als biologische Eltern, Adoptiveltern, Pflegeeltern, Paten, Onkel, Tanten, Großeltern usw. oder als Lehrer, Erzieher, Therapeuten..., als Freunde, Nachbarn, Mitbewohner..., als Passanten auf der Straße, Mitfahrer in der S-Bahn oder im Schwimmbad – wir alle sind von dem Moment an Eltern, in dem wir einem Kind begegnen, und wir alle tragen daher gemeinschaftlich die Verantwortung zum Eltern.

 

„Was, ich soll Verantwortung für ein Kind tragen?“ mag sich vielleicht der ein oder andere fragen, der selbst bewusst keins in die Welt gesetzt hat. Diese Bürde und Einschränkung der eigenen Freiheit scheint vielen Menschen groß oder zu groß, möglicherweise weil sie dabei an Erziehung denken. Erziehung ist tatsächlich eine schwere Bürde, denn im Laufe der Erziehung muss man dabei zusehen, wie aus einem lebendigen Kind ein angepasster Mensch wird, der innerhalb jeweils geltender Ideale funktioniert. Das gilt für alle erzogenen Menschen. Ja, selbst der in gesellschaftlichen Augen nicht funktionierende Aussteiger, der chronisch Kranke, Arbeits- oder Obdachlose funktioniert innerhalb seiner eigenen geltenden Ideale.

 

Erziehung ist für viele kräftezehrend und lästig.

 

Natürlich gibt es viele glückliche Mütter und Väter und Erzieher, die zu Recht behaupten würden, es gäbe nichts Schöneres auf Erden als das Leben mit einem Kind. Ja – ein Kind zu lieben und geliebt zu werden ist zutiefst erfüllend. Aber ist das Erziehung?

Erziehung bringt Spaß, wenn sie gelingt, wenn das Kind sein Lernziel erreicht. Sobald es die vorgegebenen Grenzen verlässt, wird es für Erzieher und zu Erziehenden meist zumindest anstrengend.

Eltern findet jenseits von Erziehung statt und ist daran erkennbar,

nicht anstrengend zu sein, auch nicht streckenweise.

Eltern ist keine Bürde,

eltern ist ein natürlicher uns innewohnender Impuls,

der gesellschaftlichem Leben seinen eigentlichen Sinn verleiht.

Den Impuls zum Eltern freizulegen, ist der Zweck di