Michael Kremer und Felix Kremer - Absolute Liebe

 

Diesen ursprünglich englischen Artikel haben wir für die Unimed-Exposed-Webseite geschrieben, um zu zeigen, wie Beziehung gelebt werden kann.

 

Aus unserem gelebten Alltag, wissen wir, dass es möglich ist, eine Beziehung ohne Verletzung zu leben, dass man als Paar miteinander erfüllt sein kann ohne Promiskuität, Pornographie, Drogen oder andere Stimulanzen.

 

Für uns waren und sind Universal Medicine, Serge Benhayon und seine Familie eine enorme Unterstützung auf unserem Weg. Wir sind inspiriert von dem, was sie tagtäglich selbst leben und in Workshops und Kursen greifbar werden lassen.

 

Der Schlüssel für uns als Paar war, damit zu beginnen, gelernte Konzepte und Bilder loszulassen, wie jeder von uns sein müsste oder wie unsere Beziehung für andere aussehen müsste. Dadurch entstand neuer Raum, um uns zu entfalten anstelle des bekannten Drucks, den jeweiligen Erwartungen entsprechen zu müssen. Dazu gehörte, mit Ehrlichkeit die Stellen zu benennen, an denen wir Erwartungen hatten und an denen wir uns gegenseitig bewerteten, und dieser Prozess gehört bis heute zu unserem Fundament.

So ist jeder Tag eine gegenseitige Einladung man selbst zu sein und jeder von uns darf das im eigenen Rhythmus entwickeln.

Eine ganz elementare Veränderung in unserem Leben war die Entscheidung, mit dem Konsum von Pornographie aufzuhören, als wir verstanden, dass sie uns nie wirklich befriedigt hatte. Stattdessen hatte sie einfach nur ein Verlangen nach wahrer Intimität überdeckt und das Entstehen genau dieser Intimität gleichzeitig verhindert.

 

Heute ist ein tiefes Niveau von Fürsorge und Verantwortung unser gelebter Alltag. Zärtlichkeit in jedem Moment, ganz physisch durch Umarmung, Berührung und kleine Gesten, vor allem aber durch das Gefühl, dafür geliebt und willkommen zu sein, wer wir sind. 

 

Gleichzeitig liegt unser Fokus darauf, die Qualität unserer Beziehung fortwährend zu vertiefen. Das führt zu einer Verbindlichkeit, jede Entscheidung so verantwortlich zu treffen wie es uns möglich ist.

Diese Mischung ist unsere felsenfeste Basis. 

 

Es gibt in unserem Leben keine Aufgabe oder Rolle, die wertvoller ist als eine andere. Es gibt keine Trennung in ein „mein“ und „dein“, sondern  ein „unser“ auf allen Ebenen, auch in Sachen Finanzen und Besitz. Es gibt weder Konkurrenz zwischen uns noch ein Erwartungsschema, dem einer von uns gerecht werden müsste.

Wir lieben und akzeptieren den anderen dafür, wie er ist, ohne ihn anders haben zu wollen.

Es war kein Verlieben in ein Wunschbild vom anderen, sondern von Anfang an Liebe für den Mann, der vor uns stand. Genau so, wie er schon war. 

 

Seit Beginn kommen natürlich viele Details an die Oberfläche, in denen sich doch noch Wunschbilder versteckt hielten, aber die weiter aufzulösen, ist genauso Teil unseres Beziehungs-Alltags wie miteinander zu schlafen. Für uns ist das eine wie das andere Ausdruck von miteinander Liebe-Machen.

 

Die Mischung aus Akzeptanz, Verständnis und Wertschätzung jenseits von Bildern und Erwartungen ist etwas, dass wir nicht auf unsere Partnerschaft beschränken, sondern konstant in jeder unserer Beziehungen vertiefen, von Familie und Nachbarn bis hin zu Menschen, denen wir vielleicht nur für ein paar Minuten in unserem Leben begegnen.

 

Wir haben festgestellt, dass unsere Beziehung sich so harmonisch entfaltet und vertieft, weil wir uns nicht damit zufrieden geben, sie zu genießen, sondern uns bewusst geworden sind, dass wir aus einem bestimmten Grund ein Paar geworden sind. Aus einem Grund, der über uns beide hinausgeht und Verantwortung mit sich bringt. Die Verantwortung, unser Leben transparent zu machen, andere teilhaben zu lassen und ihnen so die Gelegenheit und Entscheidungsgrundlage zu geben, sich von dem was wir leben inspiriert zu fühlen – oder es abzulehnen. Für uns macht es keinen Unterschied wie diese Entscheidung ausfällt.

Wir bewegen uns beständig dadurch weiter, dass wir uns gegenseitig an unsere Grenzen bringen, sie aber nicht überschreiten. 

Das kann eine ziemliche Herausforderung sein, da wir aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln auf eine Sache schauen und uns beide nicht auf Kompromisse einlassen. Wir nehmen uns die Zeit, eine Sache so lange zu diskutieren, bis wir beide das Gefühl haben, dass nun alles ausgedrückt ist und wir von ganzem Herzen gemeinsam vorwärts gehen können. Diese Diskussionen sind keine Kämpfe, sondern basieren auf Verständnis und Offenheit und es geht nicht darum, ein vorgefertigtes Ergebnis zu erreichen. Wir wissen: Solange einer von uns das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, lohnt es sich, das genau anzuschauen. Es gibt immer etwas sehr Wertvolles aus genau diesen Momenten zu lernen, was wir verpassen würden, wenn wir einfach kompromissbereit über das eigene Gefühl hinweg gehen würden.