Clairsentience

February 28, 2017

 

Die Fähigkeit, klar zu fühlen

 

Oft wird Clairsentience übersetzt mit „Hellsichtigkeit“ oder „übersinnlichen“ und „übernatürlichen“ Fähigkeiten. Dies ist nicht korrekt.

 

Clairsentience ist einfach die Fähigkeit, klar zu fühlen.

 

Diese Fähigkeit ist nicht einigen wenigen Vorbehalten, die mit einer besonderen geistigen Gabe gesegnet sind. Jedes Baby wird mit Clairsentience geboren und als Kinder machen wir noch viel Gebrauch von unserem echten 6. Sinn:
 

In der Schulklasse weiß ich, wer mich mag und wer nicht.

Ich komme nach Hause und weiß, ob mit den Eltern alles in Ordnung ist oder ob Streit in der Luft hängt.

Ich weiß, wenn mich jemand anlügt.

 

Dies ist keine gespenstische abnorme Fähigkeit – es ist für Kinder das Natürlichste in der Welt.

 

Clairsentience ist Wissen – klar und deutlich, ohne Zweifel – und hat nichts mit den vagen Vermutungen zu tun, die uns unser Bauchgefühl vermittelt. Bauchgefühle beruhen auf emotionalen Reaktionen wie Ängsten, Sorgen, Ärger, Erwartungen und Idealen und sind daher wechselhaft und unstabil.

 

Clairsentience ist eine Fähigkeit des Inneren-Herzens,

Energie wahrzunehmen

und macht uns in unserer Essenz aus.

 

Unsere „Erwachsenen-Welt“ ist jedoch nahezu frei von Clairsentience, weshalb dieser Begriff im Laufe der Zeit mehr und mehr mystifiziert wurde.

Warum?

Mit Clairsentience sind Kinder Meister der Herausforderung für alle, deren Leben nur auf der Wahrnehmung von 5 Sinnen (Tasten, Riechen, Schmecken, Sehen, Hören) beruht.

 

Wahrscheinlich kennt jeder die Beharrlichkeit von Kindern, die sich einfach nichts vormachen lassen. Aber wenn man ihnen lange genug von Bienchen und Blümchen erzählt, geben sie womöglich irgendwann Ruhe und „glauben“ daran, dass Störche Babys bringen.

 

Jeder kennt vielleicht auch die Feiern, bei denen alle Erwachsenen nichts sagen, aber ein Kind lauthals in die Runde fragt: „Warum trägt Onkel Heinz eine Perücke?“ - oft gefolgt von der klassischen Reaktion der Erwachsenen: „Pschschscht, sei ruhig, sowas sagt man nicht!“

 

Irgendwo zwischen Kindergarten und den ersten Grundschuljahren lernt man als Kind, sich anzupassen, seine Clairsentience auf geschickte Weise herunter zu dimmen, so dass man nicht mehr so herausfordernd für seine Umwelt ist.

 

Die Clairsentience eines Kindes zu brechen, ist die beste Möglichkeit, es zur Fügsamkeit zu erziehen. Die meisten Erwachsenen sind nach überstandener Schulzeit genau das: Fügsam.

 

Wenn man gelernt hat, gegen sein Inneres-Herz zu entscheiden, ist man zu dem fähig, was Kultur und/oder Religion von einem verlangt und zu dem, was den heutigen gesellschaftlichen Alltag aufrecht erhält: funktionieren, besser werden, hier und da selbst lügen, sich anpassen, nicht egoistisch sein, andere wichtiger als sich selbst nehmen, Toleranz usw.

 

Deutlicher ausgedrückt: Wir haben gelernt,

  • ja zu sagen zu Dingen, die wir eigentlich nicht wollen,

  • die Grenzen unseres Körpers zu ignorieren,

  • in einer Gruppe, die anders denkt zu schweigen, um nicht aufzufallen,

  • auf das hören, was andere sagen,

  • sich anders als die anderen zu fühlen,

  • Meinungen zu haben,

  • ...

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