Interview: Heilpraktiker-Ausbildung

December 31, 2016

Vor einiger Zeit sprach mich Florian Mayer von www.ausbildungheilpraktiker.info (ein Info-Portal für Menschen, die eine Heilpraktiker-Schule suchen) darauf an, ob ich ein Interview mit ihm machen würde. Es ging darum, von meinem Alltag als Heilpraktiker zu berichten, von meinen Ausbildungs-Erfahrungen und was ich Menschen raten kann, die überlegen, Heilpraktiker zu werden. Klar hab ich "Ja" gesagt!

 

Das Ergebnis findet ihr auf Florians Webseite, bzw. hier als Blog:

Hallo Felix, schön, dass du dir Zeit für unser Interview genommen hast. Stell dich doch unseren Lesern kurz vor?

 

Mein Name ist Felix Kremer und ich bin 37. In Norddeutschland am Rande der Lüneburger Heide lebe ich in einem kleinen Dorf an der Bahnstrecke zwischen Bremen und Hamburg und arbeite als Heilpraktiker für Psychotherapie. Zur Zeit bauen mein Mann und ich ein Haus mit Praxis, wo wir in 2017 mit meiner Mutter zusammen eine WG gründen werden.

 

Ich liebe Menschen, seit ich denken kann und wusste schon früh, dass mein Beruf mit Menschen zu tun haben sollte. In Köln habe ich Heilpädagogik studiert und meine ersten Beratungen mit Freunden und Bekannten im Studentenzimmer improvisiert. Learning by doing. Ich bin schon immer von Anfragen eher überrollt worden, was mich schon recht früh im Leben ins Burnout getrieben hat. Uni und die klassischen Ausbildungswege hatten mich nicht darauf vorbereitet, was im Leben, hinter verschlossenen Türen, in Ehebetten, in Büros, Konzernen und Politik so alles passiert. Meine heutige Arbeitsweise, die gleichzeitig Lebensweise wurde, lernte ich bei Universal Medicine. Das war die erste Ausbildung, bei der es zunächst einmal darum ging, wirklich alltäglich zu lernen, für sich selbst zu sorgen - bevor man für andere sorgt.

Die Ausbildung findet hauptsächlich in England statt. Serge Benhayon, der Gründer von Universal Medicine, bietet dort 2x jährlich Aus- und Fortbildungsblöcke an.

 

Zu Schulzeiten dachte ich, meine Feinheit wäre eine Schwäche, die ich besser mal verstecken sollte. Jetzt habe ich sie als meine Kraft erkannt und zu meinem Beruf gemacht. Die Therapie ist eine besonders sanfte Form der Körpertherapie und ich behandle Menschen jeden Alters und aus allen Bereichen des Lebens.

Ich liebe den Kontakt zu den Menschen im Dorf, bei Edeka an der Kasse ein Pläuschchen zu halten, in meiner Lieblings-Stadt Hamburg zu shoppen, Spaziergänge mit meinem Mann durch die Heide vorm Haus und den Duft und das Licht in den Bergen bei Sonnenuntergängen in der Provence.

Was war deine Motivation, sich zum Heilpraktiker ausbilden zu lassen?

Als ich als frisch gebackener Diplom-Heilpädagoge von der Uni kam, war ich noch längst nicht auf einen Praxisalltag vorbereitet. Wie jeder Anfänger das wohl mehr oder weniger muss, stürzte ich mich kopfüber etwas bibbernd in die Beratungswelt und fing einfach an. Ich hatte zwar jede Menge Werkzeuge und Theorien gelernt, aber der Alltag mit den Klienten war ziemlich anders. Meine größte Unsicherheit war, wen darf ich eigentlich beraten und wen nicht?

 

Wann hat jemand eine depressive Verstimmung und es reichen Gespräche und liebevolle Begegnung? Und wann muss ich jemanden zum Arzt schicken, weil er oder sie vielleicht in lebensbedrohliche Situationen geraten könnten?

 

Eines Tages kam ein K