Meine erste Begegnung mit Serge Benhayon

June 14, 2016

 

Bei meinem ersten Workshop mit Serge Benhayon (The Livingness, Stage 1), fiel mir schon vor Beginn der Veranstaltung auf, mit welcher Fürsorge, Offenheit und Ebenbürtigkeit Serge auf Augenhöhe sowohl für seine Assistenten da war als auch für die Teilnehmer, die ein Anliegen an ihn hatten. Das Verhältnis schien mir bei allen tief freundschaftlich.

 

Wenn es darum ging, Stühle oder Massagebänke zu verrücken, war es nicht nötig, dass Serge Anweisungen an seine Assistenten gab. Er packte selbst mit an, und Assistenten und Teilnehmer halfen mit, wie es nötig war und passte. Immer schien jemand da zu sein, wo er gebraucht wurde. Gruppenarbeit war keine aufgesetzte Übung während des Seminars, sondern echt gelebt.

Serge sprach alle mit Vornamen an und schon am nächsten Seminartag wurden die neuen Teilnehmer ebenso mit Namen angesprochen. Sogar die Assistenten begrüßten mich am zweiten Morgen mit "Good Morning Felix!" (Das Seminar hatte über 100 Teilnehmer.)

 

Von einem Seminar dieser Größe war ich bisher immer etwas angestrengt gewesen. Schlechte Luft, Unruhe, Geraschel und Gemurmel der Teilnehmer, herausfordernde Schlangen vor den Toiletten und in einer unpersönlichen Masse unterzugehen führten zu dem Gefühl am Ende der Veranstaltung: “Uff, geschafft – und jetzt was Schönes machen, z.B. gut essen oder Fernsehen etc.”

 

Hier war es anders. Die Luft im Raum war klar, die Menschen still und aufmerksam, sie schienen von Serges Rhythmus inspiriert zu sein, in ihren eigenen Rhythmus zu kommen und so gab es an keiner Stelle Stress oder Staus, selbst die Warteschlange vor den Toiletten war in harmonischer Bewegung und heiter. Am Ende des einen Tages hatte ich das Gefühl, ziemlich alle zu kennen und den Menschen begegnet zu sein, so dass ich ganz vergaß, in einer großen Halle zu sitzen, weil ich mich so vertraut und zu Hause fühlte wie im eigenen Wohnzimmer.

 

Das Seminar ließ so viel freien Raum im Tag, dass Zeit für Spaziergänge, Gespräche, Kontemplation, Studium, Körperpflege und gutes Essen war – erstaunlicherweise gab es kein “uff, Seminar geschafft”, sondern einen sanften Fluss von einer erfüllenden Tätigkeit zur nächsten.

Erfüllend war das alles, weil alles Raum für mich ließ.

Das lag für mich daran, dass Serge offensichtlich nicht das Ziel hatte, das ich oder einer der anderen Teilnehmer irgendetwas tun, kapieren oder verändern sollte. Mit allem, was er tat, wurde ich einfach bestärkt, in dem, was ich schon war.

 

“The Livingness – Stage 1” dauerte von ca. 10-16 Uhr inklusive Mittagspause. Das ist nicht besonders viel Zeit für ein Seminar, zu dem ich von Hamburg bis nach Südengland angereist war. Und doch war ich so angefüllt, dass ich ein Jahr lang beschäftigt war, die Schichten des Präsentierten zu entpacken, zu entfalten, zu durchdringen und für mich umzusetzen. Gemessen an dem war es die günstigste Fortbildung, die ich je gemacht hatte!

 

 

Als Absolvent eines Universitäts-Studiengangs und nach 12 Jahren Aus- und Fortbildungskursen hatte ich einige Erfahrung mit Seminarleitern und Seminaren. Abgesehen davon, dass das Seminar wunderbar strukturiert, organisiert und präsentiert war, hat mich vor allem Serges Hingabe zu den Details berührt.

 

  • Das war seine Art, zwischen den Teilnehmern durch die Gänge zu gehen: Mit tiefstem Respekt und tiefster Liebe für die Teilnehmer eckte er nie an, Menschen mussten keinen Platz für ihn machen oder ihm ausweichen. So verrückt das klingt, strahlte der Rhythmus seiner Schritte eine Stille aus, bei der ich mich sicher wie ein Baby fühlte. Ich wußte, da ist jemand, der sorgt für alle.

  • Während des Seminartages und danach nahm Serge sich Zeit für alle Menschen, die über den Kurs hinaus persönliche Fragen an ihn hatten. Die Menschenschlange war zum Teil sehr lang und an keiner Stelle nahm ich bei Serge Ungeduld wahr oder einen Unterschied in seiner Offenheit und Herzlichkeit gegenüber den Kursteilnehmern.

  • Was für mich am ersten Tag eine total wichtige Beobachtung war, hat damit zu tun, wie er mit den Menschen umging die ihn anhimmelten. Ich muss zugeben, dass mir dass mir mittlerweile auch hier und da passiert, Serge Benhayon anzuhimmeln, weil er mir nicht selten wie ein Superheld aus einem Kindercomic vorkommt… Aber Serge unterstützt dieses Verhalten nie. Auf verehrendes Verhalten ging er an keiner Stelle ein und er betonte mehrmals, dass er ein Schüler des Lebens sei wie wir. Jeder Dialog mit Serge war eine Begegnung auf Augenhöhe.

 

 

 

Serges Zuwendung und Erreichbarkeit hörten nicht mit dem Seminartag auf.

 

Wenn ich Serge eine Email schreibe, habe ich immer innerhalb von spätestens 24 Stunden eine persönlich verfasste Antwort. Nach vier Jahren kenne ich hunderte von Menschen in verschiedensten Ländern, die alle das gleiche berichten. Mittlerweile kennen die meisten von uns die Herausforderung, jeden Tag endlos Emails oder Telefonanrufe zu beantworten! Serge Benhayon antwortet jeden Tag. Er macht keinen Unterschied zwischen seiner eigenen Familie, Menschen, die er schon lange kennt oder denen, die zum ersten Mal dazu kommen. Dabei schreibt er Bücher, hält Vorträge, gibt Interviews, Seminare und er arbeitet Vollzeit in seiner Praxis als "Esoteric Healing Practitioner".

Wie macht er das?