Alkohol - was passiert da eigentlich?

May 7, 2016

 

Jeder Deutsche über 15 trank in Deutschland in 2014 die durchschnittliche Menge Alkohol von 500 Flaschen Bier.

Was macht eigentlich Alkohol? Gute Laune?

 

"Wir gehen feiern" - heißt möglicherweise: "Das Leben, wie ich es lebe, erfüllt mich nicht genug, ich brauche dazu Alkohol. In meiner Freizeit habe ich einen Gewinn davon, meine Sinneswahrnehmungen zu schwächen und meine motorischen Fähigkeiten zu betäuben. Dabei nehme ich in Kauf, dass diese Angewohnheit selbstverletzend ist, meinem Körper nicht heilbaren Schaden zufügt, meine Organe, mein Bindegewebe und meine Gelenke chronische Krankheiten entwickeln und ich eine Industrie unterstütze, die für den

Tod von jährlich 0,1% aller Deutschen

verantwortlich ist."

 

0,1% - was bedeutet das? Stell dir eine Schule mit 800 Schülern vor. Nach drei Jahren ist in jeder Klasse ein Elternteil an den Folgen von Alkoholmißbrauch gestorben. Diese Rechnung beruht auf der Annahme, dass es sich um Einzelkinder handelt. Angenommen der Alkoholkranke hat mehrere Kinder, ist der Zeitraum exponentiell verkürzt.

 

In dieser Statistik ist nur der Todesfall erfasst. Die Jahrzehnte des körperlichen und emotionalen Mißbrauchs in Familien, an Kindern und die Kosten für das Gesundheitssystem, die wir alle tragen, ist in dieser Zahl bei weitem nicht erfasst. Das sind unzählige vernachlässigte und verwahrloste Kinder, die in ihrem eigenen Kot und Urin schlafen. Kinder, die sowohl mit Worten als auch körperlich misshandelt werden und die jeden Tag mit dem Wissen zur Schule gehen, dass es abends wieder passiert.

 

Wer assoziiert Bier mit verwahrlosten Kindern, mit häuslicher Gewalt oder mit dem Geruch von Erbrochenem? 

nein? niemand?

- Ich auch nicht. Meine erste Assoziation mit Bier ist frisches Felsquellwasser und eine Hubschrauberaufnahme eines Wasserfalls und Naturschutzgebietes.

Die Alkohol-Industrie macht seit jeher mit Naturschutzprojekten Werbung, damit ihre Kunden Bier mit Naturschutzreservaten assoziieren, mit allem, aber nicht mit der Wahrheit, die dieses Produkt für unseren Körper und unser Miteinander wirklich bedeutet.

Diese Industrie und ihre Lüge wird von uns unterstützt mit jedem Kauf eines alkoholischen Getränks. Ohne uns, die Käufer, würde es diese Industrie nicht geben und damit ebensowenig die wahnwitzige Zahl täglich betrunkener Täter und Opfer.

Bei deinem nächsten Bier, Drink, Glas Wein oder Cocktail in der warmen Abendsonne stelle dir die Kinder und Frauen vor, die im gleichen Moment von alkoholisierten Tätern geschlagen und vergewaltigt werden, schaue ihnen in die Augen und proste ihnen zu, während du dir bewusst machst, was dein Beitrag dazu ist.

 

Inspiriert von Martin Gladman und seiner Art, die Dinge so auszusprechen wie sie sind.


 

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